Viele Menschen mit ME/CFS oder Long COVID leben über lange Zeit in einem Zustand innerer Anspannung. Nicht unbedingt als bewusst empfundener Stress, sondern als dauerhafte Übererregung des autonomen Nervensystems.
Der Körper bleibt wachsam, auch wenn äußerlich Ruhe da ist. Reize werden schlechter gefiltert, Erholung greift nicht mehr zuverlässig, selbst kleine Belastungen können zu Überforderung führen. In der Medizin spricht man in diesem Zusammenhang von allostatischer Last – der kumulativen Stressbelastung, die sich über Monate oder Jahre im Nervensystem und im Körper aufbaut. Mehr Infos hierzu findest du in meinem Beitrag zur allostatischen Last.
Aus meiner Arbeit mit Betroffenen weiß ich, dass klassische Entspannungsverfahren oft nicht richtig funktionieren, weil sie häufig zu aktiv oder zu kontrollierend eingesetzt werden. Das Nervensystem wird erneut aufgefordert, „etwas zu tun“.
Die Meditation, die ich hier zur Verfügung stelle, verfolgt einen anderen Ansatz.
Sie hilft dem Nervensystem, aus der ständigen Alarm- und Kontrollhaltung herauszufinden und sich wieder zu regulieren – nicht durch Technik, sondern durch Nicht-Eingreifen.
Worum es in dieser Meditation geht
Diese Meditation richtet sich an Menschen mit chronischer Nervensystemüberlastung, insbesondere im Zusammenhang mit ME/CFS und Long COVID. Sie lädt dazu ein, aus der dauerhaften Alarm- und Kontrollhaltung herauszufinden und dem Körper wieder Orientierung zu ermöglichen.
Sie basiert auf meinem Verständnis von Stress- und Nervensystemdynamiken sowie auf zahlreichen Erfahrungsberichten von Menschen mit ME/CFS und Long COVID. Die Sprache ist bewusst ruhig und klar gehalten, mit spirituellen Elementen, die vielen Menschen helfen, tiefer in einen Zustand von Sicherheit und innerer Weite zu kommen.
Was während der Meditation passieren kann
Während der Meditation können sich körperliche Empfindungen oder Emotionen zeigen. Manche Menschen spüren Wärme, Druck, Zittern oder Müdigkeit. Andere nehmen Gefühle wahr, die lange im Hintergrund waren.
Das ist kein Zeichen dafür, dass etwas falsch läuft.
Im Gegenteil: Es zeigt, dass das Nervensystem beginnt, sich wieder zu orientieren und gespeicherte Spannungen freizugeben.
Manchmal kann es dabei auch vorübergehend zu einer Verstärkung bekannter Symptome kommen. Das gehört zum Regulationsprozess. Wichtig ist, dass du dabei immer in deinem eigenen Tempo bleibst. Du kannst jederzeit pausieren, die Augen öffnen oder die Meditation beenden.
Nach der Meditation berichten viele von mehr innerem Raum, Ruhe oder Stabilität – manchmal unmittelbar, manchmal zeitversetzt.
Wie du die Meditation nutzen kannst
Diese Meditation ist kein Training und keine Aufgabe, die regelmäßig „abgearbeitet“ werden muss.
Du kannst sie einmal hören oder immer wieder, in größeren Abständen oder über einen längeren Zeitraum.
Entscheidend ist nicht die Häufigkeit, sondern die Haltung:
Du musst nichts erreichen. Du musst nichts festhalten. Du darfst einfach da sein.
Das Nervensystem reguliert sich nicht linear. Es folgt eigenen Rhythmen. Diese Meditation ist eine Einladung, diesen Rhythmen wieder mehr zu vertrauen.
Die Meditation
Hier findest du die vollständige Meditation zur Regulation des Nervensystems bei ME/CFS und Long COVID:
Nimm dir danach Zeit zur Integration, indem du einfach nachspürst.

