Warum Schlaf bei ME/CFS und Long COVID ein zentrales Thema ist
Myalgische Enzephalomyelitis / Chronic Fatigue Syndrome (ME/CFS) ist ein komplexes, neuroimmunologisch geprägtes Krankheitsbild, das zu erheblichen Einschränkungen der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit führt. ME/CFS kann postinfektiös entstehen, etwa nach einer SARS-CoV-2-Infektion, und die Prävalenz scheint in der Bevölkerung nicht unerheblich zu sein (einige Leitlinien schätzen sie auf rund 1–2 %; genaue Zahlen variieren) – auch vor dem Hintergrund der COVID-19-Pandemie, die die Erkrankungshäufigkeit beeinflusst hat.1
Ein zentrales, häufig berichtetes Symptom bei ME/CFS und Long COVID ist gestörter, nicht-erholsamer Schlaf. Viele Betroffene – in einigen Berichten bis zu hohen Anteilen der Erkrankten – erleben erhebliche Schlafprobleme, die mit Einschlafdysfunktion, gehäuften nächtlichen Wachphasen oder subjektiv nicht erholsamem Schlaf einhergehen.
In der Folge sind häufig wiederholte Ruhe- oder Schlafphasen am Tag notwendig. Klassische schlafhygienische Empfehlungen, etwa konsequentes Vermeiden von Mittagsschlaf, lassen sich unter diesen Bedingungen oft nicht umsetzen und können im Einzelfall sogar belastend sein. Auch eine Verschiebung des Tag-Nacht-Rhythmus, bis hin zu rollierenden Schlafzeiten, bei denen betroffene tagsüber schlafen und nachts wach sind, wird bei ME/CFS beschrieben.2
Interessanterweise sind typische objektive Schlafarchitektur-Parameter (wie Gesamtdauer, nächtliche Unterbrechungen oder Einschlaflatenz) in Studien nicht immer eindeutig verändert – dennoch berichten Betroffene subjektiv von massiven Schlafproblemen. Das lässt vermuten, dass die Schlafqualität bei ME/CFS mehr umfasst als nur messbare Zeit im Schlaf, und dass neurophysiologische Mechanismen eine Rolle spielen können, die in Standardmessungen nicht vollständig erfasst werden.
„Tired but wired“ – ein klinisch relevantes Phänomen
Ein häufig beschriebenes Muster bei ME/CFS und Long COVID ist das Gefühl, gleichzeitig stark erschöpft und innerlich überaktiviert zu sein – oft als „tired but wired“ beschrieben. Betroffene haben Schwierigkeiten beim Einschlafen, wachen mehrfach auf und fühlen sich selbst nach längerer Schlafdauer nicht erholt. Dieses klinische Bild legt nahe, dass neurovegetative Regulationsstörungen, die im autonomen Nervensystem wurzeln könnten, eine Rolle spielen – ein Bereich, der bislang noch nicht vollständig verstanden ist und Gegenstand laufender Forschung bleibt.3
Dass das autonome Nervensystem bei der Krankheitsentstehung und auch der Schlafqualität eine wichtige Rolle spielen könnte, klingt plausibel. Viele Ärzte kennen das Problem nach einer stressigen Phase auf der Arbeit, insbesondere nach aufreibenden Nachdiensten: Nächtliche Notfälle lassen einen nicht gut schlafen und obwohl der Stress am nächsten Tag eigentlich vorbei ist, kommt das Nervensystem nicht zur Ruhe. Selbst wenn man morgens nach einem Nachdienst nach Hause kommt und den ganzen Folgetag nicht schläft, kann es abends durchaus schwierig sein, in den Schlaf zu finden, da das Erlebte noch so sehr in einem nachwirkt. Es ist, als ob das autonome Nervensystem eine Latenzzeit hätte und man erstmal Beruhigungsarbeit leisten müsse, bevor man so weit runterfährt, dass erholsamer Schlaf möglich wird. Man könnte spekulieren, dass dieser Zustand bei ME/CFS und Long COVID Betroffenen aufgrund einer Dysregulation dauerhaft aufrechterhalten bleibt.
Maßnahmen zur Behandlung von Schlafstörungen
Der Praxisleitfaden der Deutschen Gesellschaft für ME/CFS bietet eine strukturierte Einordnung von Schlafstörungen bei ME/CFS und unterscheidet zwischen nichtmedikamentösen und medikamentösen Maßnahmen. Darauf aufbauend lassen sich praktische Strategien ableiten, die individuell angepasst werden sollten.4
Nichtmedikamentöse Maßnahmen
Ein zentrales Element nicht-medikamentöser Ansätze ist Pacing, da postexertionelle Malaise (PEM) Schlafstörungen signifikant verschlechtern kann – Schlafprobleme treten häufig in enger Verbindung mit unkontrollierter Belastung auf.
Begleiterkrankungen, die die Schlafqualität beeinflussen, sollten ebenfalls adressiert werden – dazu zählen etwa Schlafapnoe, allergische Rhinitis oder Asthma bronchiale.
Wenn solche Begleiterkrankungen ausgeschlossen sind oder behandelt werden, kann eine Optimierung der allgemeinen Schlafhygiene sinnvoll sein. Schlafhygiene umfasst Umgebungs- und Verhaltensaspekte, die dazu beitragen können, das Nervensystem auf Ruhe einzustellen, z. B. durch:
- Regulierte Mahlzeiten: Späte, schwere Mahlzeiten können den Schlaf stören; hungerbedingte Wachheit sollte ebenfalls vermieden werden. Eine kleine, leicht verdauliche Mahlzeit mit moderatem Fett- und Proteingehalt kann am Abend hilfreich sein.
- Reduktion von Koffein: Koffein hat eine lange Halbwertszeit von bis zu zwölf Stunden; ein Verzicht ab dem Nachmittag kann dazu beitragen, nächtliche Schlafprobleme zu reduzieren. Idealerweise verzichtet man vollständig auf stimulierende Substanzen.
- Konstante Schlafzeiten: Regelmäßige Schlaf- und Aufwachzeiten fördern zirkadiane Stabilität.
- Medienreduktion vor dem Schlaf: Insbesondere elektronische Medien können durch ihre Licht- und Inhaltsreize aktivierend wirken und das Einschlafen erschweren.
- Umgebungsfaktoren: Eine angenehm kühle Raumtemperatur (ca. 15–18 °C), Dunkelheit und ggf. Hörschutz können die Schlafumgebung reizärmer machen.
Wichtig ist, dass strikte Schlafhygiene-Regeln nicht zu zusätzlichen Belastungen werden, insbesondere weil sie bei ME/CFS und Long COVID aufgrund der zugrundeliegenden Belastungsintoleranz selbst Symptome verstärken können (PEM-Risikokonstellation).
Entspannungsverfahren, etwa Atemübungen oder non-sleep deep rest-ähnliche Methoden (eine Form ruhiger, nicht-schlafender Entspannung), können unterstützend sein. Spezielle psychotherapeutische Verfahren aus der kognitiven Verhaltenstherapie zur Schlafhilfe können in ausgewählten Fällen ergänzend eingesetzt werden, wenn sie auf die Besonderheiten von ME/CFS sensibel angepasst werden.
Medikamentöse Therapie
Die nächtliche Regeneration ist für viele Betroffene mit ME/CFS und Long COVID klinisch bedeutsam. Wenn es gelingt, Schlaf durch eine medikamentöse Maßnahme zu stabilisieren oder zumindest etwas erholsamer zu gestalten, kann das im Alltag relevant entlasten. Gleichzeitig ist Zurückhaltung sinnvoll: Ziel ist nicht maximale Sedierung, sondern eine individuell abgestimmte Unterstützung nach dem Prinzip „so viel wie nötig, so wenig wie möglich“.
Info: Die meisten hier aufgeführten Medikamente wurden bislang nicht speziell im Rahmen der ME/CFS und Long COVID Erkrankung untersucht. Die Empfehlungen stammen aus Studien zu allgemeinen Schlafstörungen und aus Praxiserfahrungen des ärztlichen Alltags.
- Nahrungsergänzungsmittel/Naturheilkunde: Bei leichteren Schlafproblemen werden in der Praxis mitunter pflanzliche Präparate oder Nahrungsergänzungsmittel eingesetzt. In diesem Kontext werden unter anderem Magnesium-Bisglycinat5, L-Theanin6 oder Baldrian (Valeriana officinalis)7 diskutiert. Für Magnesium und L-Theanin existieren Hinweise auf eine schlafanbahnende oder schlafqualitätsverbessernde Wirkung in nicht-ME/CFS-spezifischen Populationen, während Baldrian in systematischen Reviews uneinheitliche Ergebnisse zeigt.
- Melatonin: Retardiertes Melatonin wird häufig zur Stabilisierung des Tag-Nacht-Rhythmus eingesetzt (insbesondere bei Rhythmusverschiebung). Für ME/CFS gibt es zumindest kleinere kontrollierte Daten: In einer randomisierten, placebokontrollierten Studie (Melatonin 1 mg + Zink) wurden neben Fatigue auch schlafbezogene Parameter als sekundäre Endpunkte erfasst.8 Für Long COVID wird Melatonin zudem in Übersichtsarbeiten als potenziell relevantes Add-on zur Behandlung von Brain Fog und Schmerz diskutiert (mechanistische Plausibilität, aber heterogene klinische Evidenz).9
- Low-dose Antidepressiva: Niedrig dosierte sedierende Antidepressiva (z. B. Mirtazapin, Doxepin, Trimipramin) werden in der Praxis häufig zur Schlafinduktion bzw. Schlafstabilisierung eingesetzt – meist deutlich unter antidepressiver Dosierung. Für ME/CFS selbst ist die Evidenz insgesamt begrenzt; viele Empfehlungen stützen sich auf klinische Erfahrung und auf Daten aus der Insomnie-Forschung. Hierzu gibt es tatsächlich viele valide RCT-Daten für niedrige Dosen von Doxepin zur Nacht. Zu rechnen ist insbesondere mit Verbesserungen bei Durchschlafstörungen/Schlaferhalt.10,11 Der Vorteil von Doxepin ist die einfache Handhabung durch die Tropfenapplikation und der günstige Preis. Ähnliche Daten existieren auch für Trimipramin.12 Auch zu Mirtazapin existiert eine Datenlage, die einen guten Effekt zur Reduktion von Insomniesymptomen nahelegt.
Generell gilt bei low-dose Antidepressiva: Hier muss der Nutzen gegen Nebenwirkungen (Sedierung, Gewichtszunahme, Tagesmüdigkeit) abgewogen werden.13
Wichtiger Hinweis bei POTS/Tachykardie: Trizyklische Antidepressiva können bei POTS ungünstig sein, da sie unter Umständen mit einer Symptomverstärkung einhergehen, und sollten deshalb mit Vorsicht eingesetzt werden.14 - Daridorexant: Daridorexant ist ein dualer Orexin-Rezeptorantagonist und in randomisierten Studien bei Insomnie wirksam auf nächtliche Parameter und teils auch auf Tagesfunktion; zudem liegen Daten zur längerfristigen Verträglichkeit vor.15
- Cannabinoide (CBD und medizinisches Cannabis): Für CBD (allein oder in Kombination mit THC) existieren systematische Übersichten und neuere randomisierte Studiendaten, die auf mögliche Verbesserungen bei Insomniesymptomen hinweisen – gleichzeitig ist die Studienlage heterogen (Dosis, Präparate, Populationen). Wenn Cannabinoide erwogen werden, ist eine besonders sorgfältige Abwägung sinnvoll (Interaktionen, psychische Nebenwirkungen, ggf. Abhängigkeit bei THC-haltigen Präparaten, Verkehrstüchtigkeit).16
- Clonidin: Wenn nächtliche Hitzeattacken/Schwitzen und ein „hochgefahrenes“ vegetatives System im Vordergrund stehen, wird in anderen Kontexten (z. B. vasomotorische Symptome) Clonidin eingesetzt; die Wirkung erklärt sich u. a. über eine Dämpfung sympathischer Aktivität.17
- Low-dose Naltrexon (LDN): LDN wird bei Long COVID in Reviews als potenziell hilfreicher Ansatz diskutiert; dabei werden teils auch Verbesserungen von Schlafproblemen berichtet, die Evidenz ist zwar insgesamt noch limitiert (häufig kleine Studien) aber es finden sich online tatsächlich viele positive Erfahrungsberichte.18
Wenn LDN eingesetzt wird, berichten manche Betroffene initial über lebhafte Träume – klinisch relevant ist v. a. eine langsame Eindosierung und die regelmäßige Nutzen-/Nebenwirkungsprüfung. Wenn die Träume zu lebhaft werden, hilft oft auch eine Senkung der Dosis. - Benzodiazepine und Z-Substanzen (z. B. Zolpidem/Zopiclon): Diese Medikamente sollten – auch unabhängig von ME/CFS – wegen Toleranz-, Abhängigkeits- und Entzugspotenzial sowie begrenzter Evidenz für langfristige Anwendung in der Regel nur kurzfristig und situativ eingesetzt werden (z. B. Krisenintervention).19
Ärztliche Einordnung
In Gesprächen mit Betroffenen erlebe ich häufig eine große Zurückhaltung gegenüber Schlafmedikamenten – aus Sorge vor Abhängigkeit, Toleranzentwicklung oder langfristigen Nebenwirkungen. Diese Bedenken sind grundsätzlich berechtigt und sollten ernst genommen werden. Insbesondere Benzodiazepine und sogenannte Z-Substanzen bergen bei regelmäßiger Anwendung ein relevantes Risiko für Gewöhnung und Abhängigkeit. Aber auch an andere schlafunterstützende Medikamente kann man sich stark gewöhnen.
Gleichzeitig ist es wichtig, auch die andere Seite der Abwägung nicht auszublenden: Anhaltend schlechter oder fehlender Schlaf über Monate und Jahre kann selbst erhebliche gesundheitliche Folgen haben – darunter eine Verschlechterung der autonomen Regulation, der Schmerzverarbeitung, der kognitiven Leistungsfähigkeit und der psychischen Stabilität. Gerade bei ME/CFS und Long COVID kann chronischer Schlafmangel bestehende Symptome deutlich verstärken.
In der ärztlichen Praxis geht es daher selten um ein „entweder oder“, sondern um eine individuelle Nutzen-Risiko-Abwägung: niedrig dosiert, möglichst zeitlich begrenzt oder intermittierend, regelmäßig überprüft – und immer eingebettet in ein Gesamtkonzept aus Pacing, Tagesstruktur und nichtmedikamentösen Maßnahmen. Ziel ist nicht Sedierung, sondern Unterstützung dort, wo das Nervensystem allein nicht mehr ausreichend zur Ruhe findet.
Fazit
Schlafstörungen bei ME/CFS und Long COVID sind kein Randphänomen, sondern treten häufig und anhaltend auf und sind mit erheblicher Belastung verbunden. Die wissenschaftliche Literatur beschreibt sie als ein komplexes Symptomfeld, das nicht allein durch kurze Schlafdauer oder klassische Messparameter erklärt werden kann.
Eine erfolgreiche, alltagsnahe Strategie umfasst eine Kombination aus nervensystem-regulierender Tagesstruktur, individuell angepasstem Pacing, realistischen schlafhygienischen Maßnahmen und – wenn nötig – vorsichtig eingesetzter medikamentöser Unterstützung.
Unabhängig vom Präparat gilt dabei: Medikamentöse Strategien sollten symptomorientiert sein, niedrig dosiert begonnen und regelmäßig kritisch überprüft werden – inklusive Tagesmüdigkeit, Kreislauf, Interaktionen und möglicher Abhängigkeit bei sedierenden Substanzen.
- Deutsche Gesellschaft für ME/CFS: Was ist ME/CFS?
Abrufbar unter: https://www.mecfs.de/was-ist-me-cfs/ (zuletzt abgerufen am 25.12.2025) ↩︎ - Jackson ML, Bruck D. Sleep abnormalities in chronic fatigue syndrome/myalgic encephalomyelitis: a review. J Clin Sleep Med. 2012 Dec 15;8(6):719-28. doi: 10.5664/jcsm.2276. PMID: 23243408; PMCID: PMC3501671. ↩︎
- Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI) Mannheim: Schlaf als Schlüssel zum Verständnis von ME/CFS (16.10.2025), abrufbar unter https://www.zi-mannheim.de/institut/news-detail/schlaf-als-schluessel-zum-verstaendnis-von-me-cfs.html (zuletzt abgerufen am 25.12.2025) ↩︎
- Deutsche Gesellschaft für ME/CFS: Praxisleitfaden ME/CFS. Veröffentlichung des Leitfadens mit praxisbezogenen, evidenzbasierten Informationen zu Diagnose und Management von ME/CFS in Kooperation mit dem Charité Fatigue Centrum. Verfügbar unter https://www.mecfs.de/praxisleitfaden-me-cfs/ (zuletzt abgerufen am 25.12.2025) ↩︎
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Ein Kommentar zu “Schlafstörungen bei ME/CFS und Long COVID – medizinische Einordnung und praxisnahe Strategien”
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